Situationalität

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Die Situationalität ist ein Kriterium der Textualität, die Beziehungen zwischen Texten und den Situationen ihrer Verwendung betrifft.

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Nach Beaugrande & Dressler gehört die Situationalität zu den Kriterien der Textualität, die als konstitutive Prinzipien der Textkommunikation fungieren (Beaugrande & Dressler 1981: 13 f). Mit dem Begriff Situationalität bezeichnen sie die Gesamtheit der Beziehungen zwischen Texten und (aktuellen und rekonstruierbaren) Situationen (169 ff).

Zur Situationalität eines Textes gehören das Verstehen und Berücksichtigen der situativen Ausgangsbedingungen bei der Entstehung des Textes. Ein Text kann nach Beaugrande & Dressler der Situationsbeschreibung dienen, der Situationsdarstellung bzw. Situationskontrolle und der Situationslenkung (Beaugrande & Dressler 1981: 169). Die Grenzen zwischen diesen Funktionen sind fließend.

Zur Situationsdarstellung können nach Halliday & Hasan (1976: 31) auch Exophora (situationsdeiktische Ausdrücke) verwendet werden. Es handelt sich dabei um sprachliche Ausdrücke, die sich auf die Verwendungssituation des Textes beziehen (z. B. ich, du, hier, jetzt). Intentionalität in der Funktion einer Situationslenkung (Beaugrande & Dressler 1981: 174 ff) setzt Planung voraus. In ZIELVERHANDLUNGEN (176) können verschiedene Strategien (mit unterschiedlicher Effizienz bzw. Effektivität) eingesetzt werden (z. B. bitten, drohen, aber auch indirekte Sprechakte).

Siehe auch

Textualität, konstitutive Prinzipien, Situation, Intention, Intentionalität, situationsdeiktische Ausdrücke, Exophora, Effektivität, Effizienz

Link

Eva Schoenke, Textlinguistik-Glossar

Literatur