Konvention (textlinguistisch)

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In der Textlinguistik bedeutet der Begriff Konvention die Übereinkunft, in welcher Weise sprachliche Äußerungen oder Texte verwendet werden.

Kommentare

Da Sprachverwendung sozial geregelt ist, gibt es Konventionen, in welcher Weise Äußerungen oder Texte gebildet und verstanden werden können.

Nach Lewis ist eine Konvention eine Verhaltensregularität unter bestimmten Gruppen von Menschen und bestimmten äußeren Bedingungen (Lewis 1975: 79).

Searle weist darauf hin, dass (neben Intentionen) besonders Konventionen auf sprachliche Handlungen direkt einwirken.

  • Illokutionäre Akte vollziehen heißt, eine regelgeleitete Form von Verhalten ausführen (Searle 1974: 86).

Siehe auch

sprachliches Handeln, Handeln, Handlungswissen, Strategiemuster

Link

Eva Schoenke, Textlinguistik-Glossar

Literatur

  • Lewis, David. 1975. Konventionen. Eine sprachphilosophische Abhandlung (= de Gruyter Studienbuch Grundlagen der Kommunikation). Berlin/New York: de Gruyter. (englisch 1969. Conventions. A Philosophical Study. Cambridge Mass.: Harvard University Press).
  • Searle, John R. 1974. Was ist ein Sprechakt? In Pragmatik I. Interdisziplinäre Beiträge zur Erforschung der sprachlichen Kommunikation. Schmidt, Siegfried J. (Hrsg.), 84-102. München: Fink. (englisch 1971. What is a Speech Act? In The Philosophy of Language. Searle, John R. (ed.), 39-53. London: Oxford University Press.)