Valenz

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Die Eigenschaft von Verben (und manchmal auch Substantiven und Adjektiven), bestimmte Arten von Argumenten zu verlangen, nennt man Valenz.

Synonyme

Ursprung

Der Terminus Valenz wurde von Lucien Tesnière aus der Chemie in die Linguistik entlehnt (vgl. Tesnière 1959). Im Deutschen wurde er zuerst von Henning Brinkmann (Brinkmann 1962), Johannes Erben (Erben 1964), und Gerhard Helbig aufgegriffen (Helbig 1965).

Zitat

  • "Gerade weil sich der Begriff "Valenz" in dieser Weise ausgeweitet hat, scheint es um der Klarheit willen angebracht, künftig strenger als bisher zwischen "Fügungspotenz" und "Valenz" zu unterscheiden. Dabei erscheint es praktikabel, den Begriff "Fügungspotenz" — im Anschluß an Admoni — auf alle Wortarten zu beziehen, den Begriff der "Valenz" aber – im Anschluß an Tesnière – auf das Verb zu beschränken." (Helbig & Schenkel 1969:19-20)

Literatur

  • Brinkmann, Henning. 1962. Die deutsche Sprache. Düsseldorf: Schwann.
  • Erben, Johannes. 1964. Abriß der deutschen Grammatik. Berlin.
  • Helbig, Gerhard. 1965. Der Begriff der Valenz als Mittel der strukturellen Sprachbeschreibung und des Fremdsprachenunterrichts. Deutsch als Fremdsprache 2:10-23.
  • Helbig, Gerhard & Schenkel, Wolfgang. 1969. ' 'Wörterbuch zur Valenz und Distribution deutscher Verben.' ' Leipzig: Bibliographisches Institut.
  • Tesnière, Lucien. 1959. Éléments de syntaxe structurale. Paris: Klincksieck.

andere Sprachen

englisch valency