Phrasenstrukturgrammatik

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Die Phrasenstrukturgrammatik wird auch Konstituentenstrukturgrammatik (KSG) genannt. Sie ist eines der bekanntesten linguistischen Grammatikmodelle (Grammatik). Das Konzept der Phrasenstrukturgrammatik stammt aus dem amerikanischen Strukturalismus. In der Phrasenstrukturgrammatik werden Sätze in hierarchisch gegliederte, linguistisch relevante Teile, sogenannte Phrasen oder Konstituenten , unterteilt. Ursprünglich als Erkennungsgrammatik konzipiert, wurde die Phrasenstrukturgrammatik durch die Einführung von Ersetzungsregeln (rewrite rules) zu einer generativen Grammatik. Es wurden hauptsächlich kontextfreie Phrasenstrukturgrammatiken verwendet, in denen jede Regel genau ein Kategoriensymbol durch eine Kette von Kategoriensymbolen oder Wörtern (terminale Symbole) ersetzt (z.B. S \Rightarrow NP + VP). Die Ersetzungsregeln werden rekursiv angewendet, um ein Startsymbol S schrittweise in seine Konstituenten, letztendlich in einen wohlgeformten Satz der Sprache umzuschreiben. Die Struktur des Satzes ist dann ein Phrasenstrukturbaum, in dem jeder lokale Baum durch eine Phrasenstrukturregel erzeugt wurde. In den fünfziger Jahren argumentierten Chomsky , Postal u.a., dass die Phrasenstrukturgrammatik sowohl in ihrer generativen Kapazität als auch in ihrer Ausdrucksfähigkeit nicht ausreiche, um natürliche Sprachen zu beschreiben. Chomsky entwarf die Transformationsgrammatik, in der die Phrasenstrukturgrammatik lediglich als eine Komponente erhalten blieb, der die Generierung der Tiefenstruktur eines Satzes oblag. In der formalen Linguistik ist es seit ca. 1980 durch die Verwendung von komplexen Kategorien zu einer Renaissance der Phrasenstrukturgrammatik gekommen.

Herkunft

  • griechisch phrasis - Ausdruck, Wendung
  • griechisch grammatike (techne) zu grammtikos - die Buchstaben betreffend
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