Irrealis

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Irrealis ist eine Bezeichnung für sprachliche Formen, die einen Sachverhalt als nicht wirklich kennzeichnen.

Beispiel

Beispielsweise kodieren sog. irreale Konditionalsätze wie

Wenn sie für ihn gekocht hätte, wäre er bei ihr geblieben.

das Nichtzutreffen der beiden Sachverhalte, 'dass sie für ihn gekocht hat' und 'dass er bei ihr geblieben ist'.

Kommentare

Im Unterschied zum Irrealis signalisiert der Potentialis nicht nur das Nichtzutreffen von Sachverhalten, sondern zudem, dass die betreffenden Sachverhalte unter bestimmten Bedingungen wahr sein könnten, z. B. zukünftig,

Wenn sie für ihn kochen würde, bliebe er bei ihr.

Irrealis und Potentialis werden im Deutschen typischerweise durch Konstruktionen mit dem Konjunktiv II ausgedrückt.

Ursprung

Latein irrealis 'unwirklich'

Siehe auch

Konjunktiv

Link

Irrealis in Norbert Fries, Online Lexikon Linguistik

Literatur

  • P. Eisenberg, Grundriss der deutschen Grammatik. Bd 1: Das Wort. Stuttgart, Weimar ²2004, Kap. 4.4.
  • H. Klein (Hg.), Irrealis. Special Issue of Anthropological Linguistics 1998/40.2.