Gesprächslinguistik

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Die Gesprächslinguistik ist eine Teildisziplin der modernen Sprachwissenschaft, deren Untersuchungsobjekte Texte der mündlichen Kommunikation sind, an deren sprachlicher Realisierung mehrere Personen direkt beteiligt sind.

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Zu Beginn der textlinguistischen Entwicklung wurde betont, dass sowohl das Gespräch als auch der schriftlich übermittelte Text Gegenstand textlinguistischer Untersuchungen sei. Seit den 80er Jahren entwickelte sich die Gesprächslinguistik jedoch zu einer relativ selbständigen Teildisziplin (vgl. Brinker & Sager 1989).

Die theoretische und methodische Abgrenzung der Gesprächslinguistik lässt sich u. a. auf das zeitliche und räumliche Zusammenfallen der Produktions- mit der Rezeptionssituation (im Gegensatz zur schriftlichen Kommunikation) zurückführen und auf die dadurch bedingte Notwendigkeit, im Zusammenhang mit der sprachlichen auch die nichtsprachliche Kommunikation zu untersuchen sowie paralinguistische Begleitphänomene, sprachbegleitende Mittel, z. B. Satzakzentverschiebungen, Tonstärkenkurven, Tonhöhenverläufe, Sprechpausen.

Zitat

  • Das Gespräch ist [. . .] der gesamte situativ konstituierte Kommunikationsprozess, in dem eine Vielfalt von verbalen und nonverbalen Akten von den beteiligten Partnern realisiert wird (Brinker/Antos/Heinemann/Sager 2000 b: XVII).

Siehe auch

Gesprächsanalyse

Link

Eva Schoenke, Textlinguistik-Glossar

Literatur

  • Brinker, Klaus und Sven Frederic Sager. 1989. Linguistische Gesprächsanalyse. Eine Einführung (= Grundlagen der Germanistik 30). Berlin: Schmidt.
  • Brinker, Klaus, Gerd Antos, Wolfgang Heinemann und Sven F. Sager (Hrsg.) (i. Dr.). Text- und Gesprächslinguistik. Ein internationales Handbuch zeitgenössischer Forschung. (2. Halbbd.) [Linguistics of Text and Conversation. An International Handbook of Contemporary Research. Volume 2.] Berlin/New York: de Gruyter.