Difference between revisions of "Vertextungstypen"

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(aus Schoenke, Textlinguistik-Glossar)
 
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Vertextungstypen nach Isenberg (1974: 198 f):
 
Vertextungstypen nach Isenberg (1974: 198 f):
 
* Thematisierung nicht-neuer Gegenstände
 
* Thematisierung nicht-neuer Gegenstände
          (Beispiel: ''In der Garage stand ein Auto. Der Wagen . . .'')
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''In der Garage stand ein Auto. Der Wagen . . .''
 
* Kausalanknüpfung
 
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          (Beispiel: ''Die Lampe brennt nicht. Die Stromversorgung ist unterbrochen.'')
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''Die Lampe brennt nicht. Die Stromversorgung ist unterbrochen.''
 
* Motivanknüpfung
 
* Motivanknüpfung
          (Beispiel: ''Hans ist in den Keller gegangen. Er will Kohlen holen.'')
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''Hans ist in den Keller gegangen. Er will Kohlen holen.''
  
 
=== Kommentare ===
 
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Revision as of 20:00, 11 January 2008

Vertextungstypen sind Arten der Verknüpfung benachbarter Sätze zu Texten.

Beispiele

Vertextungstypen nach Isenberg (1974: 198 f):

  • Thematisierung nicht-neuer Gegenstände

In der Garage stand ein Auto. Der Wagen . . .

  • Kausalanknüpfung

Die Lampe brennt nicht. Die Stromversorgung ist unterbrochen.

  • Motivanknüpfung

Hans ist in den Keller gegangen. Er will Kohlen holen.

Kommentare

Isenberg 1974 ordnet Möglichkeiten der Verknüpfung von Sätzen nach Vertextungstypen.

Zitat

Die Zahl solcher Vertextungstypen ist begrenzt. Sätze können nicht beliebig zu Texten verbunden werden (Isenberg 1974: 199)

Siehe auch

Transphrastik, Referenzbeziehungen, Textphorik, Textisotopie, Textsemantik

Link

Eva Schoenke, Textlinguistik-Glossar

Literatur

  • Isenberg, Horst. 1974. Überlegungen zur Texttheorie. In Lektürekolleg zur Textlinguistik. Kallmeyer, Werner u. a. (Hrsg.), Bd. 2: 193-212.